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Meine Buch-Empfehlungen für Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett

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Nachdem ich euch vor kurzem schon zwei Bücher zum Thema “Vegane Schwangerschaft und Stillzeit” vorgestellt habe, möchte ich euch heute ein paar ganz wunderbare Bücher für die Schwangerschaft, die Geburt und die Zeit des Wochenbett ans Herz legen.

Meine erste Schwangerschaft kam damals so überraschend und hat mich so durchgerüttelt, dass ich zu dem Zeitpunkt keinen Gedanken daran verschwendet habe, mich mit der anstehenden Geburt oder dem Wochenbett auseinanderzusetzen. Ich hatte damals die Einstellung, “dass man das alles schon irgendwie hinbekommt” und keinen großen Einfluss darauf nehmen kann.
Als vor einigen Monaten zwei Striche auf dem Schwangerschaftstest zu sehen waren, stand für mich direkt fest, dass ich mich diesmal vorbereiten wollte – sowohl auf die Geburt als auch auf die Zeit danach. Natürlich habe ich bereits eigene Erfahrungen gemacht und weiß mehr oder weniger, was auf mich zukommt, doch so wie jedes Kind verschieden ist, so ist auch jeder Schwangerschaft, jee Geburt und jede Stillzeit ein einzigartiges Erlebnis.
Durch die momentanen Schwierigkeiten in der Schwangerschaft (bereits seit der 24.SSW Bettruhe dank vorzeitiger Wehen und verkürztem Gebärmutterhals, Plazentainsuffiziens, SGA-Baby) kann ich einige meiner Pläne leider auch in dieser Schwangerschaft nicht umsetzen. Stattt Geburtshaus heißt es nun wieder Krankenhaus, statt einer ambulanten Geburt müssen wir uns auf ein Frühchen vorbereiten und statt einer Wassergeburt wird es wahrscheinlich einen Kaiserschnitt geben.
In den letzten Monaten kam mehrmals der Gedanke auf, dass mir die Bücher nun doch eigentlich nichts mehr bringen. Die Geburt unseres zweiten Kindes wird wieder in den Händen von Ärzten liegen und der Wunsch einer selbstbestimmten Geburt musste sich in den Hintegrund verziehen. Aber sind es eigentlich nicht genau diese Zeiten und Momente, in denen es noch wichtiger und sinnvoller ist, sich vorzubereiten und auf die nun neuen Gegebenheiten einzulassen?
Ich habe meine Bücher, die mir schon zu Beginn der Schwangerschaft geholfen haben, also wieder ausgepackt und möchte euch meine Favoriten heute vorstellen.

Guter Hoffnung

 Wenn man mehr als 400 Seiten innerhalb von kürzester Zeit verschlungen hat, dann sagt das doch einiges über ein Buch aus. Für mich ist “Guter Hoffnung” von Kareen Dannhauer einfach der perfekte Begleiter durch die Schwangerschaft und das Wochenbett. Das Buch bietet einen ganzheitlichen Über- und Einblick in alle relevanten Themen, die einem in dieser Zeit begegnen können und legt dabei den Fokus auf die Naturheilkunde. Eingeteilt ist das Buch in mehrere große Abschnitte: Das erste, zweite und letzte Drittel der Schwangerschaft, Ernährung, die Zeit kurz vor der Geburt, die Geburt sowie das frühe und späte Wochenbett. Das Buch ist sehr angenehm geschrieben und eignet sich sowohl, um es von Anfang bis Ende durchzulesen, als aber auch um sich über ganz bestimmte Themenbereiche zu informieren. In regelmäßigen Abständen gibt es Empfehlungen im Bereich der Homöopathie, Heilpflanzen, der Aromatherapie oder auch der Bachblüten-Therapie. Das gesamte Buch ist für mich sehr stimmig – es passt genau in unsere Zeit, ist sehr realitätsnah, es werden auch ernste Themen angesprochen und man findet wirklich auf jede Frage eine geeignete Antwort.

Infos zum Buch: “Guter Hoffnung” von Kareen Dannhauer, Kösel-Verlag, Broschiert, 448 Seiten, ISBN-13: 978-3466310760, 25,00€

Die selbstbestimmte Geburt

Auch “Die selbstbestimmte Geburt” von Ina May Gaskin habe ich verschlungen, da mir die Thematik, vor allem nach der absolut fremdgesteuerten Geburt unserer Tochter, sehr am Herzen liegt. Neben den vielen spannenden und teils sehr berührenden Erfahrungsberichten, hält das Buch der bekannten Hebamme Ina May umfassende und bestärkende Informationen rund um den weiblichen Körper, den Geburtsvorgang und die Kraft, die in jeder Frau steckt, bereit. Die Geburtserlebnisse werden in dem Buch durchweg sehr positiv beschrieben und zeigen, dass eine Geburt auch als aufbauend, heilend oder sogar als angenehm empfunden werden können. Der Fokus des Buches liegt ganz klar auf außerklinischen Geburten (Geburtshaus oder Hausgeburt) und die Kliniken kommen nicht immer gut weg. Trotzdem werden auch Themen wie beispielsweise Kaiserschnitte u.ä. angesprochen und auch Frauen, die eine Geburt in einem Krankenhaus planen, können von dem Buch profitieren.

Infos zum Buch: “Die selbstbestimmte Geburt” von Ina May Gaskin, Kösel-Verlag, Taschenbuch, 360 Seiten, ISBN-13: 978-3466344772, 20,00€

HypnoBirthing

 Das “HypnoBirthing”-Buch von Marie F. Mongan habe ich bereits in meiner ersten Schwangerschaft gelesen. Damals war es mir nicht möglich, einen Zugang zu dem Thema zu finden – es klang für mich einfach zu esoterisch und trotz der vielen freien Zeit, die ich durch die damalige Bettruhe hatte, konnte ich mich mit den Übungen nicht anfreunden.
In der aktuellen Schwangerschaft war mein Interesse jedoch wesentlich größer und mit Esoterik hatte es für mich plötzlich gar nichts mehr zu tun.

Das HypnoBirthing-Konzept, welches darauf basiert, Angst und Verkrampfungen mit Hilfe von Hypnose-Techniken abzubauen und dadurch eine sanfte Geburt möglich zu machen, wird in dem Buch sehr ausführlich beschrieben, und ist dadurch eine perfekte Grundlage für alle, die sich bisher noch gar nicht mit diesem sanften Weg der Geburt beschäftigt haben. Auch die 4 Basistechniken des HypnoBirthing (Atemtechniken, Entspannungstechniken, Visualisierungstechniken sowie besondere Vertiefungstechniken) werden sehr detailliert und verständlich erklärt und die jeweiligen praktischen Übungen regen direkt zum Ausprobieren an. Zudem hält das Buch jedoch auch Tipps und praktische Anwendungen bereit, die beispielsweise bei Rückenschmerzen oder für den Beckenboden angewandt werden können. Im letzten Teil des Buches geht die Autorin ganz spezifisch auf die einzelnen Etappen der Geburt ein und verwandelt das Buch dadurch zu einem wirklich ganzheitlichen Ratgeber.
Super finde ich zudem, dass dem Buch eine passende HypnoBirthing-Entspannungs- und Übungs-CD beiliegt.

Infos zum Buch: “HypnoBirthing” von Marie F. Mongan, Mankau Verlag, Taschenbuch, 317 Seiten, ISBN-13: 978-3938396209, 19,95€

Mama werden mit HypnoBirthing

Braucht man noch ein zweites Buch zum Thema HypnoBirthing, wenn man das Buch von Marie F. Mongan vielleicht schon besitzt? Nachdem ich “Mama werden mit HypnoBirthing” von Bianca Maria Heinkel und Jhari Gerlind Kornetzky gelesen habe, bin ich der Meinung, dass dieses Buch eine ganz wunderbare Ergänzung darstellt. Das Buch ist so locker leicht geschrieben, dass es manchen Frauen vielleicht sogar den Zugang zu dieser besonderen Vorbereitung auf die Geburt erleichtern kann. Nach einer kurzen Einführung und einer Erklärung zu HypnoBirthing im Allgemeinen, hält das Buch, neben einigen Ausschnitten aus Geburtsberichten, viele interessante Übungen, Gedankenanstöße sowie Informationen bereit. Sehr spannend fand ich beispielsweise die Kapitel über Schmerzen bzw. Schmerzhemmung, Angst und den GebärCode. Wirklich toll finde ich zudem, dass das Buch ein eigenständiges Kapitel für werdende Väter enthält – denn seien wir mal ehrlich, in so manchen Büchern werden die Männer nicht mal am Rande erwähnt. Da jedoch gerade beim HypnoBirthing auch der Mann eine wichtige Rolle spielt, gefällt es mir sehr gut, dass die Männer richtig angesprochen werden.

Infos zum Buch: “Mama werden mit HypnoBirthing” von Bianca Maria Heinkel und Jhari Gerlind Kornetzky, Kösel-Verlag, Broschiert, 192 Seiten, ISBN-13: 978-3466310708, 18,00€

Sprich mit deinem ungeborenen Kind

 “Sprich mit deinem ungeborenen Kind”, geschrieben von Leila Christiane Jäger und Anette Koestner hat mich vor allem in den letzten Monaten schon alleine vom Titel her sehr angesprochen. Seit Beginn der Schwangerschaft spreche ich jeden Tag mit dem kleinen Mann in meinem Bauch – das Buch geht jedoch ein ganzes Stück weiter. Im Vordergrund stehen vor allem verschiedene, teils aufeinander aufbauende Meditationstechniken, die es einem ermöglichen sollen, einen engeren Kontakt zu seinem ungeborenen Baby herzustellen. Ich persönlich finde den Ansatz sehr interessant, denn ich glaube, dass gerade eine zweite oder dritte Schwangerschaft, bzw. eine Schwangerschaft mit einem Kleinkind zuhause, oftmals mehr nebenbei verläuft. Sich ganz bewusst die Zeit zu nehmen, um eine tiefere Verbindung zu seinem Baby einzugehen, empfinde ich als sehr sinnvoll und bereichernd.

Infos zum Buch:  “Sprich mit deinem ungeborenen Kind” von Leila Christiane Jäger und Anette Koestner, dielus edition, Taschenbuch, 190 Seiten, ISBN-13: 978-3981797527, 19,99€

Meisterin der Geburt

“Meisterin der Geburt” von Jobina Schenk ist mehr als nur ein reines Buch zum Lesen – dieses Buch läd jede schwangere Frau dazu ein, sich selber besser kennenzulernen und zu verstehen, sich der eigenen Bedürfnisse und Wünsche bewusst zu werden und sich auf eine Geburt vorzubereiten, die genau richtig für einen selbst ist. Auch wenn das vorherrschende Thema die Alleingeburt ist, so können auch die werdenden Mütter von dem Buch profitieren, die ihr Kind im Krankenhaus zur Welt bringen möchten/müssen. Das Buch enthält an vielen Stellen Fragen, die man direkt darunter schriftlich beantworten kann. Durch die Fragen beginnt man damit, sich selbst zu reflektieren, was eine sehr spannende Reise sein kann. Zudem findet man in dem Buch auch einige praktische Übungen, viele Affirmationen und Tipps, die einem, laut der Autorin, zu einer Geburt verhelfen können, die statt Geburtsschmerz auf Geburtslust fokussiert ist.

Infos zum Buch: “Meisterin der Geburt” von Jobina Schenk, Books on Demand, Taschenbuch, 240 Seiten, ISBN-13: 978-3738625516, 19,90€

Jeder Mutter kann glücklich sein

“Jede Mutter kann glücklich sein” von Inga Erchova hat es mir nicht unbedingt leicht gemacht, denn man wird beim Lesen des Buches automatisch dazu gebracht, sich intensiv mit sich selbst, den eigenen (unbewussten) Gedanken und Gefühlen sowie der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Die Arbeit mit dem Inneren Kind ist mir nicht fremd, doch gerade im Zusammenhang mit dem Wochenbett und dem Gefühlschaos in den Tagen, Wochen und Monaten nach der Geburt, hat es mich nochmal auf einer ganz anderen Ebene angesprochen. Ganz grob zusammengefasst beschreibt die Autorin mögliche, in der Vergangenheit liegende Gründe, die für ungewünschte oder unerwartete Gefühle nach der Geburt eines Kindes verantwortlich sein können. Es wird ein Blick auf die eigene Geburt und die eigene erste Zeit als Säugling geworfen, an die man zwar keine bewusste Erinnerung hat, die einen jedoch trotzdem geprägt hat.
Ich musste an vielen Stellen des Buches schlucken, immer wieder Pausen machen und bestimmte Passagen erstmal verdauen, bevor ich weiterlesen konnte. Die sehr schwierige Anfangszeit (samt ausgeprägter Wochenbettdepression und einem Schreikind) nach der Geburt unserer Tochter, war mir dabei durchgehend präsent. Auch wenn ich nicht mit allen Aussagen der Autorin konform gehe, so ist es doch das Buch, dass mich am intensivsten zum Nachdenken angeregt hat.

Infos zum Buch: “Jede Mutter kann glücklich sein” von Inga Erchova, Integral, Hardcover, 384 Seiten, ISBN-13: 978-3778792759, 19,99€

Intuitives Stillen

 Unsere große Tochter habe ich 22 Monate gestillt, dann hat sie sich selbst abgestillt. Bis auf wenige Tage, an denen das Stillen tatsächlich mal schmerzhaft war oder ich so übermüdet war, dass ich meinem Mann am liebsten für die Nächte eine Milchflasche in die Hand gedrückt hätte, hatten wir eine sehr schöne Stillzeit. Warum also ein Buch zum Thema “Intuitives Stillen”?
Das Stillen bedeutete für mich in den ersten Wochen damals vor allem Eines: Stress. Und das lag weder an unserer Tochter, noch an irgendwelchen Schwierigkeiten. Es lag vor allem daran, dass mir schon im Krankenhaus gesagt wurde, wie lange ich zu welchen Zeiten welche Brust “zur Verfügung stellen sollte”. Meine damalige Hebamme verbesserte die Situation nicht, da sie jedes Mal etwas an der Positionierung auszusetzen hatte. Es hat mehrere Wochen gedauert, bis ich einfach auf mein Gefühl vetraut habe und es dann auch direkt stressfreier wurde.
Aus diesem Grund kann ich “Intuitives Stilles” von  Regine Gresens jeder schwangeren Frau empfehlen. Das Buch enthält jede Menge wertvoller Tipps, geht auf Vorurteile und Ammenmärchen ein und bestärkt Frauen darin, auf ihr eigenes Gefühl und ihr Baby zu hören. Auch wenn das Stillen ein ganz natürlicher Vorgang ist, so empfinde ich das Buch als sehr hilfreich, um sich auf diese einzigartige Zeit vorzubereiten. Nach dem Lesen des Buches fühle ich mich absolut gestärkt und gut aufgehoben und ich weiß, dass ich diesmal viel eher dazu in der Lage sein werde, von Beginn an auf unsere individuellen Bedürfnisse einzugehen.

Infos zum Buch: “Intuitives Stilles” von  Regine Gresens, Kösel-Verlag, Taschenbuch, 160 Seiten, ISBN-13: 978-3466310616, 15,99€

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Da ich nicht dazu gekommen bin, alle Bücher komplett zu lesen, die ich mir zum Thema Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett besorgt habe bzw. von lieben Mamis geschenkt bekommen habe, gibt es ein paar Bücher, die ich zwar noch aufführen möchte, über deren Inhalt ich jedoch noch keine eigene Meinung habe. Die folgenden Bücher wurde mir jedoch wärmstens empfohlen und machen auf den ersten Eindruck bzw. nach den ersten Seiten einen sehr positiven und interessanten Eindruck auf mich:

  • “Der achtsame Weg durch Schwangerschaft und Geburt” von Nancy Bardacke
  • “Flow Birthing” von Kristina Marita Rumpel
  • “Die Hebammensprechstunde” von Ingeborg Stadelmann
  • “The kind mama” von Alicia Silverstone
  • “Die Reise ins Leben” von Dr. med. Deepak Chopra

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